Fachmann/-frau für Systemgastronomie

 

Ausbildungsberuf / Berufsbild / Aufgabenbereiche

Systemgastronomen machen zunächst einmal genau dasselbe wie der normale Gastronom auch, sie verkaufen Speisen und Getränke. Das Besondere beim systemgastronomischen Betrieb ist, dass bei ihm viele Tätigkeiten genau geplant und vorgegeben sind, der Mitarbeiter entscheidet also nicht selbst, wie er z.B. ein Schnitzel paniert, sondern dieses wird genau vorgegeben. Hinzu kommt, dass Systemgastronomen ihre Idee in vielen Orten (Stores) gleichzeitig umsetzen. So profitieren viele Geschäfte von der genauen Planung und Vorgabe.

Die größten Systemgastronomen sind die bekannten Fast-Food-Ketten, wie Mc Donalds, Burger King oder Pizza Hut, es gehören aber auch Coffee-Shop-Ketten (Balzac, Starbucks), Steak-Häuser (Block-House, Maredo), Bistro-Ketten (Pupasch, Alex) und viele andere dazu.

Systemgastronomie ist also nicht nur Fast-Food und es sind nicht immer große Konzerne, sondern oft auch kleine regionale Unternehmen, die vielleicht nur drei Stores haben.

Wer eine Ausbildung zum Systemgastronomen macht, der arbeitet natürlich im Schwerpunkt im Gästeservice oder in der offenen Küche, das heißt, zunächst hilft er dabei, die Unternehmensidee umzusetzen.

Darüber hinaus lernt der angehende Systemgastronom Einkauf, Lagerhaltung Personaleinsatz und Verwaltung zu organisieren. Auch die Entwicklung neuer Produkte und das entsprechende Marketing gehören zu seinen Aufgaben.

Was sollten Sie mitbringen?

  • Abitur oder guter Realschulabschluss
  • Bereitschaft zur Teamarbeit
  • Sinn für Sauberkeit und Hygiene
  • Einsatz und Ausdauer
  • Genauigkeit
  • Mathematisch-logisches Verständnis
  • Interesse für wirtschaftliche Zusammenhänge
  • gute Fremdsprachenkenntnisse in Englisch
  • EDV-Grundkenntnisse (Word, Excel)
  • Organisations- und Führungstalent

Allgemeines zur Ausbildung in der Berufsschule

Ausbildungszeit

Die reguläre Ausbildungszeit beträgt 3 Jahre, kann aber in Ausnahmefällen durch Antrag bei der IHK verkürzt werden. Der praktische Teil der Ausbildung erfolgt im Betrieb, der theoretische Teil findet parallel in der Berufsschule statt. Durch den Besuch und den Abschluss der Berufsschule können Sie im Rahmen dieser dualen Berufsausbildung in Schleswig-Holstein den Haupt- und Realschulabschluss erwerben.

Organisatorisches für die Schule

  • Unterrichtsfächer
  • Fachkunde
  • Spezielle Wirtschaftslehre
  • Fachrechnen / Rechnungswesen
  • Englisch
  • EDV
  • Praxis

 

Lerninhalte

Die einzelnen Lerninhalte finden Sie im Ausbildungsrahmenplan.

 

Unterrichtszeiten

Im ersten Lehrjahr haben Sie zwei Tage (Dienstag und Mittwoch) im zweiten Lehrjahr einen Tag (Freitag) und im dritten Lehrjahr einen Tag (Donnerstag) pro Woche Unterricht.

Die Unterrichtszeiten sind von 8:00 Uhr bis 14:50 Uhr und beinhalten jeweils vier Unterrichtsblöcke à 90 Minuten.

 

  • Benötigte Schulmaterialien
  • Schreibzeug
  • Taschenrechner
  • Arbeitsbekleidung (Küchenschürze)
  • 15,00 € Kopiergeld (5,00 € pro Jahr)
  • Lehrbuch (Dettmer (Hrsg.): Systemgastronomie in Theorie und Praxis; Verlag Handwerk und Technik)
  • Datenstick

 

Schulische Ausstattung

Neben den einzelnen Klassenräumen stehen den Auszubildenden der Systemgastronomie mehrere Küchen, Restaurants und EDV-Räume zur Verfügung.

 

Schulische Ansprechpartner

Abteilungsleiterin Frau Wunsch

birgit.wunsch@gewerbeschule-luebeck.de

 

Fachgruppensprecherin: Frau Franzke-Hanemann

 

Klassenlehrerinnen:

  • Sys08 Frau Lippert
  • Sys09 Frau Franzke-Hanemann
  • Sys10 Frau Wunsch

 

Sekretariat: Fr. Theierl

 

 

Prüfungsmodalitäten

Nach 1 ½ Jahren findet eine Zwischenprüfung durch die IHK statt. Diese besteht aus einer praktischen Schwerpunktprüfung mit schriftlichen und mündlichen Prüfungsanteilen.

Am Ende der Ausbildungszeit findet die Abschlussprüfung durch die IHK statt. Diese besteht aus zwei Prüfungsteilen: einem schriftlichen, in dem das gesamte theoretische Wissen der Ausbildungszeit abgefragt werden kann, und einem praktischen, in dem systemgastronomische Aufgaben vor einer Prüfungskommission bewältigt werden müssen. Beide Prüfungsteile finden an unterschiedlichen Tagen statt.

Erst nach erfolgreichem Bestehen beider Teile der Abschlussprüfung gilt die Ausbildung als beendet.

 

Aufstiegsmöglichkeiten

Vielleicht haben Sie eine eigene Idee, mit der Sie sich in der Gastronomie selbstständig machen wollen. Erfolgreiche Beispiele gibt es genug.

Für denjenigen, für den Selbstständigkeit nichts ist, der sollte in der Systemgastronomie Führungsaufgaben übernehmen. Dieses wird zunächst die Schichtleitung oder Abteilungsleitung sein, später die Verantwortung für eine oder mehrere Filialen und am Ende steuert und organisiert man vielleicht aus der Konzernzentrale in Frankfurt die neuesten Werbespots mit Heidi Klum und Christiano Ronaldo.

Neben innerbetrieblichen Aufstiegsmöglichkeiten stehen Ihnen ebenfalls schulische und universitäre Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung. Auch in der Gewerbeschule Nahrung und Gastronomie in Lübeck finden Sie diesbezüglich Angebote unter Hotelfachschule / FOS / BOS.

 

Verlinkungen

www.gast-star.de

Ausbildungsrahmenplan

IHK

Hotelfachschule / FOS / BOS