Voraussetzungen

Voraussetzung für eine Beschulung in der Gewerbeschule Nahrung und Gastronomie als Kochauszubildender ist ein

  • Ausbildungsvertrag als Koch mit einem von der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck anerkannten Ausbildungsbetrieb oder
  • Ausbildungsvertrag mit einem von der Bundesagentur für Arbeit anerkannten Träger.

In der betrieblichen Ausbildung werden die praktischen Grundlagen des Ausbildungsberufes Koch / Köchin gelegt. Die Basis hierfür ist der Ausbildungsrahmenplan, dessen Inhalte vom Kultusministerium bestimmt worden sind.

Wer außerdem noch wissen möchte, was man für den Beruf eines Kochs bzw. einer Köchin „mitbringen“ sollte, kann sich hier informieren.

Unterricht an der Gewerbeschule Nahrung und Gastronomie

Als Dualpartner begleiten wir die praktische Ausbildung mit dem überwiegend theoretischen Part. In den Betrieben wird überwiegend das „WIE“ und bei uns das „WARUM“ geklärt. Die Handlungsorientierung des Unterrichts steht bei uns im Vordergrund, d.h. wir verknüpfen die Theorie des Unterrichts und die Praxis des Betriebes.

Unser gemeinsames Fachbuch ist „Der junge Koch“ (ca. 38.-€).

Natürlich arbeiten wir aber mit mehr als nur einem Buch, damit das Wissen so breit wie möglich ankommt. Beispielhaft sei hier das Thema Kohlenhydrate aus dem Bereich der Ernährungslehre genannt. Wir lehren und lernen keine Formeln, sondern das Vorkommen in unterschiedlichen Lebensmitteln sowohl deren Verhaltensweisen bei unterschiedlichen Garverfahren als auch die Verwendung als Süßungsmittel und, und, und…

Unser Unterricht findet im Klassenraum oder in unseren Küchen, Restaurants, Sensorik- oder im EDV-Raum (Werkstätten) statt. Unsere Werkstätten sind teilweise nach den neuesten Erkenntnissen der Pädagogik eingerichtet oder orientieren sich am Standard modern eingerichteter gastronomischer Betriebe.

Wir sind neuen Trends in der Küche gegenüber aufgeschlossen, vergessen aber dabei nicht die traditionellen Zubereitungsverfahren zu vermitteln, wie sie später in der Abschlussprüfung verlangt werden.

Vorgefertigte Lebensmittel (Convenience Food) spielen bei uns in der Verarbeitung nur eine untergeordnete Rolle, sie werden im Unterricht meist nur zu Vergleichszwecken mit selbst hergestellten Speisen verkostet.

Wir bereiten möglichst optimal auf die Zwischenprüfung (nach dem 1. Jahr) und der Abschlussprüfung vor und klären gemeinsam wichtige Punkte zum möglichen Bestehen der Prüfungen.

Lerninhalte

Die folgenden Lernfelder werden im Rahmen des Unterrichtes im Hauptfach Technologie vermittelt:

1. Arbeiten in der Küche

  • Arbeitssicherheit
  • Hygiene, HACCP
  • Nährstoffe
  • Grundlagen der Ernährung, Kostformen

2. Arbeiten im Service

  • Sensorik
  • Getränkekunde

3. Arbeiten im Magazin

  • Lagerverwaltung
  • Warenannahme und -kontrolle

4. Speisen aus pflanzlichen Rohstoffen

  • Garverfahren
  • Sättigungsbeilagen
  • Gemüse, Obst

5. Zwischenmahlzeiten

  • Fonds, Suppen und Soßen
  • Ableitungen
  • Warme und kalte Vorspeisen

6. Nachspeisen

  • Desserts aus Früchten
  • Crèmespeisen
  • Sonstige Desserts
  • Käse als Desserts

7. Regionale Küchen

  • Regionale Spezialitäten, z.B. Birnen, Bohnen, Speck oder Lübecker National)

8. à-la-carte-Geschäft

  • Fisch, Meeresfrüchte
  • Schalen- und Krustentiere

9. Bankett

  • Schlachtfleisch
  • Wild- und Wildgeflügel
  • Typische Beilagen

10. Kalte und warme Büffets

  • Warme und kalte Gerichte
  • Aufbau und Gestaltung

11. Speisenfolgen und Menükunde

  • Regeln der Menükunde
  • Menüerstellung aus Warenkörben
  • Korrespondierende Getränke
  • Gastorientierte Gespräche


Wer noch weitere, genauere Inhalte erfahren möchte, kann sich hier eine MindMap mit verschiedenen Themenbereichen anschauen. Diese Übersicht beinhaltet auch weitere Fächer wie Politik und Spezielle Wirtschaftslehre.

Fort- und Weiterbildung

Nach der erfolgreichen Beendigung der Ausbildung kann man an unserer Schule zudem weiterbildende Maßnahmen besuchen, zum Beispiel die Fachhochschulreife. Näheres ist hier zu finden.

Wer von der Schule vorerst genug hat, kann nach 2 Jahren Wanderzeit zu uns zurück kommen an die Hotelfachschule.

In der Hotelfachschule kann nach einem Jahr Unterricht die Küchenmeisterprüfung abgelegt werden. Nach einem weiteren Jahr besteht die Möglichkeit, die Prüfung zum staatlich geprüften Hotel- und Gaststättenbetriebswirt abzulegen.

Wer nicht direkt wieder in das Arbeitsleben eintreten möchte, kann ein Studium an der Universität machen und Gewerbeschullehrer werden.

Dies sind nur drei genannte Möglichkeiten auf der Basis des Ausbildungsberufes Koch berufliche Karriere im späteren Leben zu machen.